SCHILLINGSFÜRST | Endlich mal wieder richtig Winter mit Kälte, Eis und Schnee, aber zwischendurch auch immer wieder herrliche Sonnentage. Winter-Fans kamen voll auf ihre Kosten. Der Jahresauftakt verlief in der Region deutlich zu kalt, etwas zu trocken, aber mit reichlich Sonnenschein. Am Ende stand der 3. sonnigste Jahresauftakt zu Buche. Die Sonne schien 87,4 Stunden lang; nur 2017 und im Vorjahr schaffte sie es über die 90-Stunden-Marke.
Das Plus betrug jetzt 69 Prozent oder 36 Stunden. Mit 8 Stunden und 17 Minuten Sonnenschein war der 20. Januar der sonnigste Tag des Monats und gleichzeitig der 7.sonnigste Januartag seit Messbeginn 1945. Statt wie üblich 15 Tage blieben diesmal nur 10 Tage ohne einen Sonnenstrahl; nur in sechs Jahren waren es weniger solche Tage (im Vorjahr Rekord mit 5 Tagen). Dem standen aber sieben sehr sonnige Tage mit mehr als 6 Sonnenstunden gegenüber; mehr solche Tage gab es nur 2009 und 2017 (jeweils 9 Tage).
Bei einer Mitteltemperatur von minus 1,4 Grad war der »Jänner« um 1,3° zu kalt und damit der kälteste Jahresauftakt seit 9 Jahren (2017: -4,4°). Im letzten Dreivierteljahr war das schon der 7. zu kalte Monat. Der Klimawandel macht also Pause, könnte man meinen. Erstmals seit 16 Jahren gab es wieder mal Bodenfrost an allen 31 Tagen (7 Tage mehr als üblich). Ferner zählte man 27 Tage mit Luftfrost (plus 6) und zehn Tage mit Dauerfrost (+1). Erstmals seit 2017 sank das Quecksilber in einer Januarnacht mal wieder unter minus 15 Grad (minus 15,3° am 11. Januar; am Boden sogar minus 21,8°). Die monatliche Temperaturspanne lag bei 26,4°; dem höchsten Wert seit 2007 (damals 30,7°). Die höchste Temperatur am Erdboden betrug minus 0,1°; in den letzten 30 Jahren lag dieser Wert nur 2009 (minus 0,7°) niedriger. Auch in einer Bodentiefe von 50 Zentimetern wurde mit einem Maximum von 2,0° der kälteste Wert seit 29 Jahren gemessen (1997: + 0,9°). Erst zum 3. Mal nach der Jahrtausendwende konnte man auf den ruhenden Gewässern wieder an allen 31 Tagen eine geschlossene Eisdecke beobachten; die immer mindestens 7 cm stark war. Ein größeres Eisdeckenmittel wurde zuletzt 2010 beobachtet.
Mit einer Niederschlagsspende von 63,6 Litern war der Monat um 11 Prozent oder 8 Liter zu trocken. Es war erst der 4. zu trockene Januar in den letzten 15 Jahren. Der maximale Tagesniederschlag fiel am 25. Januar mit 13,7 Liter in Form von Schnee. Man zählte nur zwei Regentage, drei Tage mit Schneeregen und 12 Tage mit ausschließlich Schnee; Letzteres hat es nur 6 Mal häufiger gegeben. Es wurden 17 Tage mit Niederschlag gezählt; weniger waren es zuletzt 2017 (16 Tage). Beinahe-Bestmarken gab es bei Dunst und Reif (jeweils 21 Tage), was nur im Januar 2009 um ein bis zwei Tage überboten wurde. Dazu kamen 5 Tage mit Graupel und 3 Tage mit Glatteisregen. Die Niederschlagsmengen im westlichen Mittelfranken tendierten zwischen 36,2 Liter in Dinkelsbühl und 63,6 Liter in der Schloss- und Wasserstadt.
Im Januar fiel an 12 Tagen ausschließlich Schnee, das sind 6 Tage mehr als üblich. So konnte an allen 31 Tagen eine Schneelage protokolliert werden, die an 20 Tagen eine geschlossene Schneedecke hervorbrachte. Im ganzen Monat Schnee lag nach der Jahrtausendwende nur noch 2006 und 2021. Die höchste Schneedecke brachte nach 18 cm Neuschnee der 26. Januar; mehr Schnee fiel an einem Januartag zuletzt vor 45 Jahren (1981: 20 cm). Insgesamt errechnete sich der schneereichste Januar seit fünf Jahren. Dass an allen Tagen mindestens 1 cm Schnee lag, das gab es in den letzten 40 Jahren nur noch 2006. Mehr als 58 cm Neuschnee gingen in den letzten vier Jahrzehnten nur 2010 und 2021 nieder. Gleich an 17 Tagen gab es eine meist geringe Neuschneeauflage; häufiger war das nur in 5 Jahren der Fall.
Bliebe noch der Wind, der im Mittel so schwach wie seit 17 Jahren nicht mehr war. Nur an 5 Tagen wurde Windstärke 6 erreicht; weniger windige Tage wurden zuletzt 2010 (4 Tage) notiert. Die Spitzenböe brachte der 9. Januar mit 60,5 km/h. Ein Hoch über Russland bescherte den häufigsten Südost-Wind seit 1972. Dafür blies der Wind so selten aus Nordwest, wie zuletzt 1996. Außerdem lag das monatliche Luftdruckmittel nur bei 1010,1 Hektopascal (hPa); dem tiefsten Wert seit 20 Jahren.
Titelbild: Traumwintertag © Heinz Meyer I Bilder im Text: Liope durch die Sauerhut © Heinz Meyer; Wintertag bei Schillingsfürst © Heinz Meyer
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ø-Temperatur
- 1,4 C°
= 1,3 Grad zu kalt
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Niederschlag insgesamt
63,6 Liter
8 Liter zu wenig
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Sonnenschein
87,4 Stunden
36 Stunden zu viel
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Stärkste Windboe
60,5 km/h
am 09. Januar 2026
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